Hessischer Ritterbund

Gruppenregeln

Generelles

1.  Das Ziel des Hessischen Ritterbundes ist eine historisch korrekte Darstellung einer Kumpanei des 13ten Jahrhunderts, ca. 1250 -1290. Dies ist für alle Mitglieder ob männlich oder weiblich bindend.

2.  Wir sind für Jeden offen, der Interesse an einer korrekten historischen Darstellung im Rahmen unseres Konzeptes hat.

3.  Neuzugänge werden gerne vor der Anschaffung und/oder Fertigung von Kleidung und Ausrüstungsgegenständen von uns beraten. Bücher, Zeitschriften u. ä. Material ist vorhanden und wird gerne zur Einsicht bereitgestellt.

4.  Wir sind kein eingetragener Verein (e.V.)

5.  Es gibt die Ritterschaft, den Adel und das Gefolge.

6.  Ehefrauen oder Freundinnen der Ritterschaft gehören dem Adel oder dem Gefolge an.

7.  Frauen, die eine kämpfende Darstellung anstreben haben für die Zeit der Kampfdarstellung Männerkleidung zu tragen und ihre Weiblichkeit so gut als möglich zu kaschieren. Im Lager bzw. außerhalb der Kampfdarstellung müssen sie eine Frauendarstellung präsentieren.

8.  Jeder haftet für sich selbst (private Haftpflicht).

9.  Sofern nicht die Verpflegung der Gruppe organisiert wird, hat sich jedes Mitglied um seine eigene Verpflegung zu kümmern.

10. Hauptstandort ist der hessische Raum.

11. Diese Regeln sind jederzeit erweiterbar oder können verschärft werden.

Grundsätzliches zur Ausstattung:
Die Kleidungs- und Ausrüstungsgegenstände müsen für unsere Darstellung als Knechte, Zofen, Mägde, Ministeriale und Niederadlige, ca.1250 -1290 in Material, Ausführung  und Farbe regional belegbar und in sich schlüssig sein. Die Gruppe soll über ein stimmiges Gesamtbild verfügen. Belege dürfen keine Ausnahmen darstellen.

Offentsichtlicher Körperschmuck wie Piercings und Tätowierungen sind zu entfernen oder so zu verdecken, dass diese nicht sichtbar sind.

Grundsätzliches zum Material:
Es dürfen nur Materialien verwendet werden, die für die Region und den Stand verfügbar
waren.
Importierte Materialien wie Seide und Baumwolle sowie Mischgewebe mit diesen Bestandteilen waren sehr teuer und können somit nur von den entsprechenden Ständen genutzt werden.
Es versteht sich von selbst, dass keine Kunstfasern und Kunstoffe Verwendung finden können. Vorrangig sollen für die Bekleidung Leinen, Wolle und Mischgewebe daraus Verwendung finden.
Bei anderen Ausrüstungsgegenständen dürfen nur einheimisches Holz, Ton, Bein, Geweih und Horn einheimischer Tiere, Eisen, Leder, Edel- und Halbedelsteine, Süßwasserperlen,  Edel- und Buntmetalle verwendet werden.

Grundsätzliches zu Farben:
Bei Leinen ist hauptsächlich ungebleichtes oder gebleichtes zu verwenden. Seiden- und Wollstoffe müssen so gefärbt sein wie es auch mit Naturfarben möglich wäre, jedoch sind Naturfarben unbedingt vorzuziehen. Die Farben müssen schlüssig für den jeweiligen Stand erschwinglich gewesen sein.

  Grundausstattung:

 

Männer

 

Bruche

Leinen

natur oder
gebleicht

Beinlinge

Wolle

 

Leibhemd je nach Stand

Leine / Seide

Knielang

Bundhaube mit Mittelnaht

 Leinen

natur oder
gebleicht

Cotte je nach Stand

Wolle / Leinen / Seide

Kniel-/knöchellag, je nach stand

Gürtel mit Schnalle

Leder oder Bretchenbord

Eisen oder Buntmetall Schnallen und Beschläge

Schuhe (wendegenäht)

leder vegetabil gegerbt

Nach Fund

Mante oder Coculle

Wolle

 

 

Frauen

 

Unterkleid je nach Stand

Leinen / Seide

natur oder
gebleicht

Strümpfe

Wollstoff oder Nadelbindung

Max. Knie lang

Cotte je nach Stand

Wolle / Leinen / Seide

Knöchellang oder länger, je nach Stand

Gebende/Kopftuch je nach Stand

 Leinen / Seide

 

Gürtel mit Schnalle

Leder oder Brettchenborde

Eisen oder Buntmetall Schnalle und Beschläge

Schuhe (wendegenäht)

leder vegetabil gegerbt

Nach Fund

Mantel oder Cuculle

Wolle

 

 

Gebrauchsgegenstände

 

Umhängetasche

Leinen / Wolle / Leder

für Persönliche Gegenstände

Essmesser

Holz oder Beingriff

möglichst Steckangel, keine
Griffschalen

Esslöffel

Holz oder Horn

 

Teller / Schale

Keramik oder Holz

 

Trinkbecher

Keramik oder Holz

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Es ist auch mit geringeren Mitteln
möglich Spaß am Reenactment zu haben und schöne Stunden zu erleben. Wichtig
ist, dass man die jeweilige Persona gut und historisch möglichst korrekt
darstellt und mit dem Herzen bei der Sache ist. Als Belagerungsingenieur,
Feldscher, Sergeant, Bogenschütze, Armbruster, Pikenier, Infanterist,
Handwerker, Magd oder Knecht seid ihr uns jederzeit herzlich Willkommen…

 

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